Ultramarathon Man: Achtung, Ansteckungsgefahr!

Ultramarathon Man WĂŒste

So, vergangene Woche habe ich dann endlich Ultramarathon Man von Dean Karnazes durchgelesen. Ich laß es in der englischsprachigen Originalausgabe und…bin sprachlos. Gut, irgendwas muss ich schreiben, sonst macht der Post hier keinen Sinn.

Bin ja damals bei Christoph drauf aufmerksam geworden und habe es dann einfach mal so bestellt. Bereut habe ich es nicht. Christoph, wenn du noch mehr Empfehlungen hast – immer her damit. ;) Ich bin dir dafĂŒr sehr dankbar.

Worum geht’s in dem Buch?

Ohne jetzt großartig rumzuteasern: das Buch fĂŒhrt durch Deans Leben. Angefangen bei seinen ersten WettkĂ€mpfen in der Schule (weniger ausfĂŒhrlich), hin zu seinem ersten und den darauf folgenden Ultra-LĂ€ufen (sehr ausfĂŒhrlich). Es handelt sich hierbei um 100 Meilen LĂ€ufe in besonders unwegsamen GelĂ€nde, einem Marathon am SĂŒdpool, Ultra-LĂ€ufen in Death Valley bei 50°C und und und…

Wie Christoph schon schrieb, geht es hier um die Ausweitung der persönlichen Grenzen. Der Typ will einfach immer mehr und kann nicht genug vom Laufen bekommen. Das Besondere an dem Buch: hier schreibt nicht irgendein Autor, der eine fiktive Geschichte erzĂ€hlt, sondern der LĂ€ufer himself: Dean Karnazes. Als Leser wird man ein Begleiter von Dean und fĂŒhlt sich an seiner Seite, wenn er unglaubliche sportliche Leistungen vollbringt. Man lernt seine Sucht kennen und verstehen. Und hier liegt auch die Gefahr, die “Ultramarathon Man” mit sich bringt: man kann sich anstecken – und zwar so richtig. Und zwar nicht nur unerfahrene LĂ€ufer, die gerade mit dem Laufen anfangen wollen. Auch mich hat dieses Buch sehr inspiriert. Bei meinen letzten langen LĂ€ufen fĂŒr meine Marathonvorbereitung musste ich temporĂ€r immer mal wieder an Dean denken. Es handelt sich hierbei nicht um irgendwelche LĂ€uferzitate, die an besonders schwierigen Stellen motivieren sollen. Vielmehr versteht und verinnerlicht man diese, wenn man die Geschichte dahinter gelesen hat. Ist der Funke erstmal ĂŒbergesprungen, will man auch selber diese Erfahrungen machen.

Gut, dieses GefĂŒhl muss jetzt nicht unbedingt durch ein Buch vermittelt werden. Viele von uns tragen diesen Drang von Geburt an in sich. “Erst kamen die 5 K, dann die 10 K, dann der HM, dann der Marathon, dann…”. Auch ich bin ein solcher Typ. Habe meine Ziele bisher auch ohne Dean immer selbst gesteckt. Ich bin mir sicher, dass ich irgendwann auf den Trichter gekommen wĂ€re “Boah, so’n Ultra wĂ€re doch mal was” und hĂ€tte dann bestimmt auch mal bei Roger angeklopft. Dennoch trĂ€gt die LektĂŒre dazu bei, dieses Feeling zu intensivieren und unvorstellbare Laufleistungen (drei Tage ohne Schlaf) zu relativieren. Irgendwie wird man “infected” und geil auf diese Distanzen, getreu dem Motto “Speed is sex, distance is love”.

Also, kaufen und lesen!

Run when you can, walk when you have to, crawl if you must; just never give up. (Ultramarathon Man)

Noch zwei weitere Anmerkungen:

  1. laut Wikipedia schreibt Dean gerade an einem neuen Buch, was mich jetzt sehr freut
  2. Dean postet ab und an mal in seinem Blog

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  1. Post ist da: Ultramarathon Man

Kommentare

7 Kommentare zu “Ultramarathon Man: Achtung, Ansteckungsgefahr!”

  1. 4Avatars v0.3.1 v0.3.1Christoph
    Februar 11th, 2008 14:51

    Moin!
    Ja da h tte ich noch nen hei en Tipp, den ich seit Monaten rezensieren will:
    Marathon. Ein Laufbuch in 42,195 Kapiteln

    Sehr unterhaltsam, wenn man sich durch die ersten 2 etwas trockenen Kapitel gek mpft hat.
    CHRISTOPH

  2. 4Avatars v0.3.1 v0.3.1heiko@rnnr.de
    Februar 11th, 2008 15:30

    Hab’ eben den langen Link editiert. Danke f r den Tipp, ich schau heute Abend mal rein.

  3. 4Avatars v0.3.1 v0.3.1Roger
    Februar 11th, 2008 15:51

    @heiko: dann musst du unbedingt das Buch von Tom Ockers ‘Eis-Lauf’ lesen. Ich habe es in nur einem Tag verschlungen. Wenn du willst, kann ich es dir gerne ausleihen …

    Link

  4. 4Avatars v0.3.1 v0.3.1heiko@rnnr.de
    Februar 11th, 2008 19:26

    Danke f r die Hinweise Jungs. Werde es mir auf die Liste f r meine n chste Buchorder schreiben. Jetzt liegt erstmal Henry Fords “My Life and Work” nebem meinem Bett. ;)

    @Roger: Danke f rs Angebot. Was aber B cher betrifft, bin ich sehr eigen und muss es auch immer gleich besitzen. ;) Von daher kommt nur ein Kauf in Frage…

  5. 4Avatars v0.3.1 v0.3.1Maartje
    Februar 11th, 2008 20:28

    Pass auf, dass du nicht auch so ein Lauf-S chtiger wirst, Heiko ;)
    P.s.: Sind gestern 7 km gelaufen, super wa?! ^^

  6. 4Avatars v0.3.1 v0.3.1heiko@rnnr.de
    Februar 11th, 2008 20:54

    Weiter so, Dude ;)

  7. 4Avatars v0.3.1 v0.3.1Mehr als nur eine Kreditkarte : RNNR | speed.distance.web2.0
    Februar 15th, 2008 09:33

    [...] Kreditkarte (wobei die Kreditkarte ja das Ausgangsprodukt war) macht richtig Sinn. Ich kann mich an Dean erinnern, wie er in seinem Buch sowas schrieb wie “Zum Laufen brauche ich nur meine Schuhe [...]

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